Pfefferspray

Das allzweck Verteidigungsmittel Pfefferspray

Als Pfefferspray bezeichnet man gemeinhin einen Reizstoff der in einem Reizstoffsprühgerät geliefert wird und gegen Menschen und Säugetiere wirkt. Der Reizstoff Oleoresin Capsicum bewirkt hierbei eine Reizung der Atemwege und Auge. Gewonnen wird dieser Stoff meist aus Nachtschattengewächsen, am häufigsten aus Chilisamen.

Der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen ist in Deutschland nur der Polizei und Ordnungskräften erlaubt. Die Verteidigung gegen Säugetiere steht nicht unter Strafe. Das Reizstoffsprühgerät funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie eine normale Spraydose. Lediglich die Ausbringung des Reizstoffes kann variieren zwischen einem Strahl oder einer flächendeckenden Ausgabe. Die Reichweite beträgt hierbei meist 1m bis 1,5m.

Die richtige Anwendung von Pfefferspray

Um das Pfefferspray richtig anzuwenden sollte man sich dessen Wirkungsweise genauestens vor Augen führen. Bei Freisetzung des Reizstoffes sind immer drei Bereiche betroffen: Augen, Atemwege und Haut. Der Einfluss auf die Augen bewirkt ein sofortige Anschwellung der Schleimhäute und führt zu einer reaktiven Erblindung durch Augenverschluss für mindestens 10 Minuten. Der Reizstoff wirkt auf die Mund- und Rachenschleimhäute ein und bewirkt als Reaktion ein rascheres Ein- und Ausatmen.Dabei wird je nach Konzentration der ausgebrachten Menge noch mehr Reizstoff inhaliert. Diese Kettenreaktion löst, zusammen mit der Schärfe des Reizstoffes, Husten und Erstickungsängste aus.

In seltenen Fällen kann es hierbei zu Tod durch Ersticken kommen. Der Einfluss auf die Haut löst eine sofortige Rötung der oberen Hautschicht aus, die bis zu 48 Stunden anhalten kann. Begleitet wird diese Erscheinung durch einen vehementen Juckreiz und gegebenenfalls zu Ausschlägen. Die beschriebenen Auswirkungen gelten für Menschen und Säugetiere gleichermaßen! Ebenfalls zu beachten ist die sachgemäße Anwendung des Pfeffersprays.

Der Anwender sollte vor Auslösung der Ausbringung das Pfefferspray auf Armeslänge in die Richtung des Zielobjektes bringen. Beim und direkt nach der Ausbringung sollte der Blick nicht direkt auf das Ziel gerichtet und der Atem angehalten sein.

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